Niederösterreich

Festnahme nach Geldwechselbetrug – Hinweise erbeten

Betrug
Presseaussendung der Polizei Niederösterreich

Im Zeitraum von Oktober 2020 bis Dezember 2020 ereigneten sich in Niederösterreich sechs Geldwechselbetrugshandlungen durch vorerst unbekannte Täter. Die Erkenntnisse zu den einzelnen Straftaten wurden vom Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Betrug, zusammengefasst und ausgewertet. Eine bundesweite Erkenntnisanfrage ergab Hinweise auf eine bulgarische Tätergruppe, die bereits seit dem Jahre 2017 derartige Straftaten in Österreich, Deutschland und der Schweiz verübt.

Durch umfangreiche internationale Ermittlungen konnte von den Ermittlern als Beschuldiger ein in Deutschland einschlägig vorbestrafter, 52-jähriger bulgarischer Staatsbürger ausgeforscht werden. Sein Aufenthaltsort war vorerst nicht bekannt.

Am 2. März 2021, um 14:00 Uhr kontrollierten Bedienstete der Polizeiinspektion St. Pölten-Bahnhof im Stadtgebiet von St. Pölten einen Pkw mit polnischem Kennzeichen. Im Fahrzeug befand sich neben dem 52-jährigen Beschuldigten ein weiterer 34-jähriger bulgarischer Staatsbürger. Bei der Kontrolle wurde im Fahrzeug ein größerer Bargeldbetrag in auffälliger Stückelung von 10 € und 100 € Geldscheinen festgestellt.

Die weiteren Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Betrug, übernommen bzw. fortgesetzt.

Die beiden Beschuldigten sind geständig, in der Zeit von 25. Februar 2021 bis zum 2. März 2021 zumindest vier vollendete und 16 versuchte Geldwechselbetrugshandlungen in verschiedenen Filialen der Firmen BILLA und LIDL in Niederösterreich verübt zu haben. Dabei erbeuteten sie einen Bargeldbetrag von mindestens 400 Euro. Eine freiwillige Nachschau im dem von beiden Beschuldigten benützten Hotelzimmer in Wien verlief negativ.

Der 52-jährige Beschuldigte war auch zu den sechs bereits ermittelten Fakten mit einer Schadenssumme von 1.240 € geständig. Diese Straftaten hätte er seinen Angaben zufolge allein verübt.

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ordnete die Einlieferung der Beschuldigten in die Justizanstalt Korneuburg an.

Da einige Tatorte von den Ermittlern bislang nicht zugeordnet werden konnten, werden Geschädigte (BILLA, LIDL) ersucht, mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Betrug, unter TelNr. 059133 30 3333 in Kontakt zu treten.

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