Oberösterreich

Brandstifter ausgeforscht

Allgemeines
Stadt Steyr

Beginnend mit 20. März 2021 ereigneten sich im und um ein Mehrparteienhaus in Steyr mehrere Sachbeschädigungen durch Brandeinwirkung und Brandstiftungen, bei denen sich der Verdacht erhärtete, dass diese ein und demselben Täter zuzuordnen sind. Am 20.März 2021 wurde ein im Stiegenhaus abgestellter Kinderwagen durch eine vorerst unbekannte Zündquelle in Brand gesteckt, wodurch das gesamte Stiegenhaus ab dem 3. Stockwerk stark verrußt und auch eine Glasscheibe des Stiegenhauses zerstört wurde. Es entstand erheblicher Sachschaden. Ein Übergreifen auf die Fassade konnte durch das rasche Einschreiten der Feuerwehr verhindert werden. Am 3. April 2021 und am 6. April 2021 wurden jeweils Müllcontainer vor dem Haus in Brand gesteckt. Am 7. Mai 2021 wurde im Keller ein Postkasten durch Brandeinwirkung beschädigt und zuletzt am 9. Mai 2021 gegen 23:20 Uhr am Dachboden des Gebäudes mehrere abgestellte Möbel angezündet, wodurch sich das Feuer auf den Dachstuhl ausbreitete und bereits Flammen durch das Dach schlugen. Nur durch das zufällige Entdecken des Brandherdes durch Nachbarn eines Nebengebäudes konnte ein rasches Einschreiten der Feuerwehr ermöglicht und so ein Vollbrand des Dachstuhles und dadurch eine Gefährdung der Mieter der 20 Wohneinheiten verhindert werden. Bei den gezielt geführten Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen einen 40-Jährigen aus Steyr. Er wurde am 11. Mai 2021 zum Sachverhalt befragt und war nach anfänglichem Leugnen dann geständig. Als Grund für seine Tathandlungen gab er an, dass er zwei Mieter des Hauses in Angst versetzen und so zum Ausziehen aus dem Objekt bewegen wollte. Dass er dadurch einen Großbrand auslösen hätte können, zahlreiche Mitbewohner und auch sich selbst einer Gefahr ausgesetzt habe, habe er dabei nicht bedacht. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Steyr wurde der 40-Jährige festgenommen und in die Justizanstalt Garsten gebracht.

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