Oberösterreich

Tierquälerei

Allgemeines
Bezirk Kirchdorf

Am 26. März 2020 gegen 14:30 Uhr wurde bei der Polizei in Windischgarsten anonym die Anzeige darüber erstattet, dass sich auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Spital am Pyhrn einige verendete Schafe sowie einige Schafe in schlechtem Allgemeinzustand befinden würden. Bei den daraufhin durchgeführten Erhebungen im Anwesen des 47- jährigen Nebenerwerbslandwirtes bestätigten sich die Angaben des Anzeigers. Vor dem bzw. im Stall lagen bereits zum Teil verweste Lämmer bzw. ein totes, ausgewachsenes Schaf. Im Stall befanden sich auch noch sechs lebende Schafe, welche sich in einem eher schlechten Allgemeinzustand befanden. Die Einstreu im Stall war stark mit Kot verschmutzt und ca. 15 cm hoch.
Aufgrund dieses Umstandes wurde umgehend die Amtstierärztin der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf beigezogen. Bei den weiterführenden Erhebungen konnten in einem Nebengebäude des Stalles, abgedeckt unter eine Siloplane, weitere 13 tote sowie ein noch lebendes Schaf entdeckt werden. Das noch lebende Schaf zeigte jedoch nur noch schwache Lebenszeichen und musste umgehend erlöst werden. Die anderen 13 toten Schafe wiesen unterschiedlich starke Verwesungszustände auf und dürften laut der Amtstierärztin schon bis zu vier Monate dort gelegen haben. Insgesamt wurden somit 23 tote Tiere vorgefunden.
Die sechs noch lebenden Schafe wurden dem Landwirt seitens der Veterinärbehörde abgenommen und vorübergehend bei einem anderen Landwirt untergebracht. Das Verenden der Tiere dürfte auf mangelnde Versorgung zurückzuführen sein.
Hintergrund für die Tat dürfte eine Überforderung des 47-Jährigen gewesen sein. Anzeigen werden erstattet.

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