Tirol

Pfingstwochenende auf Tirols Straßen

Tirol
Presseaussendung der Polizei Tirol

Zum Teil starkes Verkehrsaufkommen, weniger Verkehrsunfälle und Verletzte, kein Todesopfer

1. Verkehrssituation:
Aufgrund der Erleichterung der Einreisekontrollen nach Tirol und in die benachbarten Länder in Verbindung mit den Öffnungsschritten mit 19. Mai 2021 war das Verkehrsaufkommen trotz wechselhaftem und kühlem Wetter weit größer als im Jahr davor.
Der Reiseverkehr in Verbindung mit dem Schwerverkehr sowie Baustellen und Pannenfahrzeugen in Richtung Süden führte am Pfingstsamstag auf der A 13 – Brennerautobahn – zu Behinderungen und ausgedehnten Stauungen – die Wartezeit bei der Ausreise nach Italien betrug tagsüber ca. 1 Stunde; auch bei den Gesundheitskontrollen an der Grenze Kufstein betrug die Grenzwartezeit aufgrund des starken Urlauberandranges zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Der Verkehr auf der A 12 – Inntalautobahn – verlief problemlos.
Am Pfingstsonntag und Pfingstmontag herrschte zwar reges Verkehrsaufkommen, aber es kam zu keinerlei Behinderungen auf Tirols Straßennetz; auch bei den Einreisekontrollen nach Tirol kam es zu keinen nennenswerten Grenzwartezeiten.
Seit heute 05:00 Uhr rollt der Schwerverkehr wieder aus Deutschland und Italien kommend durch Tirol. Der Zulauf sowohl aus Italien zum Brenner und von Deutschland nach Kufstein war sehr stark; es kam jedoch zu keinen Behinderungen oder Stauungen auf Tirols Straßennetz. In Kufstein/Nord wurde in der Zeit von 05:00 bis 10:00 Uhr eine LKW-Dosierung für den Schwerverkehr aus Richtung Deutschland durchgeführt.

2. Verkehrsunfälle:
Es ereigneten sich auf Tirols Straßen doch etliche Verkehrsunfälle, zum Teil auch mit schweren Folgen. Erfreulicherweise war zu Pfingsten 2021 wieder kein Todesopfer zu beklagen.
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden nahm im Vergleich zum Vorjahr um 33 % (von 51 auf 34) stark ab, ebenso die Zahl der Verletzten (von 62 auf 40 = – 35 %). Bei den von der Polizei zu bearbeitenden Verkehrsunfällen waren als Hauptunfallursachen einmal mehr die nicht angepasste Geschwindigkeit, Vorrangverletzungen, Unachtsamkeit, Alkohol und Fahrfehler festzustellen. Unter den Verunfallten waren auch einige Lenker von Fahrrädern, insbesondere auch E-Bikes. Der spektakulärste Unfall ereignete sich am Pfingstsonntag auf der Mötzer Straße, als ein PKW-Lenker auf einen anderen PKW-Lenker, der verkehrsbedingt seine Fahrgeschwindigkeit reduzierte, hinten auffuhr. Dabei überschlug sich das Fahrzeug des Auffahrenden und kam am rechen Straßenbankett auf dem Dach liegend zum Stillstand. Der Lenker wurde dabei unbestimmten Grades verletzt. Aufgrund des wechselhaften und kühlen Wetters war nur sehr wenig Motorradverkehr zu verzeichnen; es ereignete sich kein Motorradunfall.

3.) Verkehrsüberwachung:
In allen Tiroler Bezirken, auf Autobahnen sowie Landes- und Gemeindestraßen wurden verstärkte Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Insbesondere ging es bei der Überwachung um die Auseinandersetzung mit den Hauptunfallursachen: Geschwindigkeit, Alkohol, Sicherheitsabstand und rücksichtsloses Fahrverhalten. Die Verkehrsteilnehmer waren zwar zum weit überwiegenden Teil sehr diszipliniert und verantwortungsbewusst unterwegs, aber die Zahlen der festgestellten Geschwindigkeitsdelikte, der bei den Alkoholdelikten und den Führerscheinabnahmen stiegen sehr stark an.
Überwachungsergebnisse:

2.245 Alkotest
83 Alkohol/-Drogendelikte
5.614 Geschwindigkeitsdelikte
31 Führerscheinabnahmen

Die gravierendsten Übertretungen:

• Ein einheimischer Probeführerscheinbesitzer wurde auf der L 39 – Erpfendorfer Straße mittels Laserpistole in einer 80 km/h Geschwindigkeitsbeschränkung mit 143 km/h gemessen

• In Innsbruck flüchtete ein einheimischer PKW-Lenker vor einer Zivilstreife und fuhr dabei gegen einen Autobahnpfeiler einer Autobahnbrücke und verletzte sich dabei leicht; er besaß keinen Führerschein, war leicht alkoholisiert und hatte den PKW seines Vaters unbefugt in Betrieb genommen

• Insgesamt wurden 6 Drogenlenker beanstandet (Kokain/THC)

• Auf der B 198 – Lechtalstraße – wurde ein deutscher Motorradlenker in einer 100 km/h Geschwindigkeitsbeschränkung mittels Laserpistole mit 170 km/h gemessen

• Auf der A 12 – Inntalautobahn – im Gemeindegebiet von Tulfes wurde eine deutsche PKW-Lenkerin im IG-L Bereich 100 km/h mit 210 km/h gemessen; ihr wurde der Führerschein an Ort und Stelle abgenommen

• In Söll ereignete sich ein Verkehrsunfall, wobei ein italienischer PKW-Lenker auf der B 173 – Eibergstraße – mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn abkam und sich das Fahrzeug dann überschlug; der Lenker, der dabei leicht verletzt wurde, war stark alkoholisiert

Rückfragen: Obst Günther Salzmann, stv. Leiter LVA
Tel.: 059133 / 70- 4001

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